Warum sind wir hier?

Fühlst du dich selbst zu sehr abhängig von deinem Job oder dem lieben Geld? Hättest du gerne mehr Zeit für andere wichtige Dinge im Leben? Mehr Zeit für die Familie oder die eigenen Hobbys? Lass mich dir eine kleine Geschichte erzählen, um herauszufinden, ob ich dir weiterhelfen kann.

Ein Fischer — irgendwo am Meer — fährt jeden Tag mit seinem kleinen Fischerboot raus, fängt zwei Fische und kehrt am Mittag wieder zurück zu seiner Familie. Gemeinsam grillen sie die Fische am Strand und verbringen anschliessend die Zeit miteinander.

Eines Tages kommt ein Manager, ein erfolgreicher Unternehmer, vorbei und macht im Dorf des Fischers Urlaub. Er beobachtet den Fischer für ein paar Tage und wundert sich, warum der Fischer immer nur mit zwei Fischen wieder zurück kommt.

Ganz der Unternehmer, der er ist, geht er irgendwann zum Fischer und fragt ihn, warum er eigentlich immer nur zwei Fische fange und ob dann da draußen denn nicht mehr zu angeln wären.

Die Antwort des Fischers ist, dass es selbstverständlich mehr Fische gäbe, aber dass ja die zwei Fische, die er täglich fange, genug seien für ihn und seine Familie.

Daraufhin schlägt der Unternehmer folgendes vor: „Du könntest doch trotzdem mehr Fische fangen und die übrigen dann einfach verkaufen…“

Der Fischer fragt zurück, was er dann davon hätte, woraufhin der Unternehmer ihm mitteilt: „Dann kannst du mit dem Verkauf der übrigen Fische noch zusätzlich Geld verdienen.“

Der Fischer fragt wieder: „Und was mache ich dann mit dem zusätzlichen Geld?“ — „Du kannst irgendwann vielleicht sogar Mitarbeiter anstellen!“

Erneut wundert sich der Fischer und fragt: „Und was mache ich dann mit den Mitarbeitern?“

„Naja, mit mehr Mitarbeitern kannst du dann noch mehr Fische fangen und diese verkaufen und damit noch mehr Geld verdienen.“ antwortet der Manager.

Aber auch hier erkennt der Fischer den Wert noch nicht und fragt wieder: „Und dann?“

„Dann hast du vielleicht irgendwann eine eigene Fabrik, ein wirklich grosses Unternehmen, und kannst sehr viel mehr verkaufen und verdienen!“, erwidert der Manager.

„Und was habe ich davon?“ fragt der Fischer wieder. „Tja, irgendwann, dann verdienst du vielleicht so viel Geld, dass du gar nicht mehr arbeiten musst!!! Das wäre doch toll!“, ruft der Manager begeistert aus.

„Und wenn ich dann nicht mehr arbeiten muss, kann ich dann machen, was ich will?“

Hocherfreut, dass der Fischer nun scheinbar verstanden hatte, antwortet der Manager: „Ja, absolut! Du musst nicht mehr arbeiten und kannst tun und lassen, was du willst!“

„Kann ich dann auch jeden Tag mit meinem Boot rausfahren? Zwei Fische für mich und meine Familie fangen? Diese zum Mittagessen grillen? Und den Nachmittag dann mit meiner Frau und den Kindern am Strand verbringen und die Zeit geniessen?“

„Ja, all das kannst du dann tun!“ bestätigt der Manager.

Nachdenklich schaut der Fischer ihn an… und antwortet schließlich: „Aber genau das mache ich doch jetzt schon jeden Tag!“

Die Geschichte ist nicht von mir und auch schon länger bekannt. Warum erzähle ich sie? Ich persönlich finde drei Aspekte sehr interessant:

  1. Der Fischer hat „recht“, wenn er sagt, er will eigentlich nur in der Sonne liegen und sein aktueller Job ermöglicht ihm das.
  2. Der Geschäftsmann hat auch „recht“ wenn er sagt, dass man mit einer gut laufenden Firma in der Hinterhand viel beruhigter und bequemer in der Sonne liegen kann, nicht nur weil man dann besser tun und lassen kann, was man will, sondern auch weil man viel besser gegen sogenannte Schwarze Schwäne abgesichert ist. Das könnte im Falle des Fischers ein schwerer Sturm sein, der sein Netz oder sogar das gesamte Boot zerstört. Oder ihn so lange vom Fischen abhält, dass er und seine Familie hungern müssen. Fakt ist, diese Sicherheit erfordert einen ziemlichen Zusatzaufwand. Und dessen Preis ist nicht jedem den möglichen Lohn wert.
  3. Mein eigener Aspekt: der Fischer muss jeden Tag raus, ob er will oder nicht. Ausreichend Geld in der Hinterhand kann dieses „Müssen“ abstellen. Und außerdem: wer will schon sein restliches Leben lang nur in der Sonne liegen? Ich wette, alleine die Frau des Fischers wäre damit auf Dauer bestimmt nicht zufrieden 😉.

Es gibt so viel auf dieser Welt zu erfahren und zu entdecken. Ich persönlich habe es erst geschafft, dieses Erfahren und Entdecken wirklich zu genießen, nachdem ich, das „Joch des Müssens“ abschütteln konnte. Hier habe ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen auf diesem Weg zu meiner eigenen finanziellen Freiheit aufgeschrieben, damit auch andere davon profitieren können.

Das Wichtigste gleich zuerst – die beiden grundlegenden Regeln der Geldanlage:

1. Lege niemals alle Eier in einen Korb.

2. Investiere nur Geld, das in schlimmsten Fall auch weg sein kann.
    Das nicht morgen vielleicht für wichtige Dinge gebraucht wird.

Dann starte hier mit einer Serie von insgesamt fünf Artikeln zu den Grundlagen: